SalzgrotteTirol · Götzens

Das Salz

Gewachsen in Jahrmillionen.

Vier Tonnen Kristallsalz umgeben Sie in der Grotte. Woher es kommt, was es besonders macht und seit wann Menschen Salzluft nutzen, erfahren Sie hier.

Herkunft

Ein Meer, das zu Stein wurde.

Vor Millionen von Jahren bedeckten flache Urmeere weite Teile der Erde. Als sie verdunsteten, blieb das Salz zurück. Gebirge schoben sich darüber, schützten es und pressten es zu festem Steinsalz.

Unser Salz kommt aus zwei Quellen. Das Kristallsalz stammt aus der Salt Range in Pakistan, im Handel als Himalayasalz bekannt, und wird dort in Blöcken aus dem Berg geschnitten. Dazu kommt Salz aus dem Toten Meer, das bis heute durch Verdunstung gewonnen wird.

Auch Tirol ist ein Salzland: Im Halltal bei Hall wurde über 700 Jahre lang Salz abgebaut, vom 13. Jahrhundert bis 1967.

4
Tonnen Salz in der Grotte
97 bis 98 %
Natriumchlorid im Kristallsalz

Seine Farbe von Rosé bis Orange verdankt das Salz natürlichem Eisenoxid.

Gang der Salzgrotte: Salzboden, Liegen, Salzlampe und leuchtende Decke
Beschaffenheit

Was Salz so besonders macht.

01KeimhemmendIn salzhaltiger Umgebung haben es Keime schwer: Salz entzieht ihnen Wasser. Darum konserviert man seit Jahrtausenden damit. Auf die Raumluft übertragen lässt sich das nicht, deshalb reinigen wir zusätzlich.
02SchallschluckendDie raue Wand und der lockere Boden schlucken Geräusche. Darum wird es still, sobald die Tür zugeht.
03LichtdurchlässigKristallsalz lässt Licht durch und bricht es. Von hinten beleuchtet, beginnt die ganze Wand warm zu leuchten.
04FormbarSalzblöcke lassen sich schneiden, schichten und verfugen. Darum konnte die Grotte Stück für Stück von Hand gebaut werden.
Geschichte

Seit wann Menschen Salzluft nutzen.

Aufgefallen ist es zuerst unter Tage: Bergleute in Salzbergwerken hatten seltener Atembeschwerden als Arbeiter in anderen Minen. Daraus entstand eine Idee, die bis heute weiterlebt.

Anwendung heute

Vom Bergwerk
in die Stadt.

Nicht jeder kann in ein Salzbergwerk einfahren. Darum holt man das Klima heute in Salzgrotten wie unsere: Wände und Boden aus Natursalz, dazu ein Sole-Vernebler, der feinste Salzwasser-Tröpfchen in die Luft bringt.

Verwandte Verfahren tragen eigene Namen: Speläotherapie für den Aufenthalt in natürlichen Stollen, Halotherapie für trockenes Salzaerosol aus einem Halogenerator. Alle werden wissenschaftlich untersucht, gesicherte Belege für eine Heilwirkung gibt es bisher kaum. Wir verstehen die Grotte deshalb als das, was sie sicher ist: ein Ort zum Durchatmen und Entspannen.

Zu Anwendung & Wirkung

Salzgrotte, Solestollen, Gradierwerk

  • Salzgrotte

    Ein gebauter Raum aus Salz, mitten im Alltag erreichbar, so wie bei uns in Götzens.

  • Heilstollen

    Natürliche Stollen und Höhlen, oft in ehemaligen Bergwerken.

  • Gradierwerk

    Hohe Wände aus Reisig, über die Sole rieselt. Salzluft im Freien, bekannt aus Kurorten.

Sauberkeit

Salz hält sich rein. Wir helfen nach.

Salz ist ein unwirtlicher Ort für Keime. Verlassen wollen wir uns darauf nicht.

  • Nach jedem Termin: Lüften und Pufferzeit, bevor die nächsten Gäste kommen
  • Mehrmals täglich: Liegen und Kontaktflächen werden gereinigt
  • Laufend: Der Salzboden wird gepflegt und aufgefüllt

Erleben Sie das Salz selbst: 45 Minuten Ruhe.

Freien Termin wählen