
Das Salz
Gewachsen in Jahrmillionen.
Vier Tonnen Kristallsalz umgeben Sie in der Grotte. Woher es kommt, was es besonders macht und seit wann Menschen Salzluft nutzen, erfahren Sie hier.
Ein Meer, das zu Stein wurde.
Vor Millionen von Jahren bedeckten flache Urmeere weite Teile der Erde. Als sie verdunsteten, blieb das Salz zurück. Gebirge schoben sich darüber, schützten es und pressten es zu festem Steinsalz.
Unser Salz kommt aus zwei Quellen. Das Kristallsalz stammt aus der Salt Range in Pakistan, im Handel als Himalayasalz bekannt, und wird dort in Blöcken aus dem Berg geschnitten. Dazu kommt Salz aus dem Toten Meer, das bis heute durch Verdunstung gewonnen wird.
Auch Tirol ist ein Salzland: Im Halltal bei Hall wurde über 700 Jahre lang Salz abgebaut, vom 13. Jahrhundert bis 1967.
Seine Farbe von Rosé bis Orange verdankt das Salz natürlichem Eisenoxid.

Was Salz so besonders macht.
Seit wann Menschen Salzluft nutzen.
Aufgefallen ist es zuerst unter Tage: Bergleute in Salzbergwerken hatten seltener Atembeschwerden als Arbeiter in anderen Minen. Daraus entstand eine Idee, die bis heute weiterlebt.
- Antike
Weißes Gold
Salz macht Lebensmittel haltbar und wird zu einem der wertvollsten Handelsgüter.
- 13. Jh.
Salz aus Tirol
Im Halltal beginnt der Salzabbau. Er prägt Hall in Tirol über 700 Jahre lang.
- 1843
Die Entdeckung
Der polnische Arzt Feliks Boczkowski bemerkt, dass Salzbergleute seltener Atembeschwerden haben.
- 1958
Untertage
In Polen entsteht im Salzbergwerk Wieliczka die erste Kureinrichtung unter Tage.
- Ab 1968
Verbreitung
Zentren in der Ukraine, der Tschechoslowakei und Rumänien folgen, teils in Salzstollen, teils in Karsthöhlen.
- Heute
Salzgrotten
Gebaute Salzräume bringen das Klima der Stollen mitten in den Alltag, auch nach Götzens.
Vom Bergwerk
in die Stadt.
Nicht jeder kann in ein Salzbergwerk einfahren. Darum holt man das Klima heute in Salzgrotten wie unsere: Wände und Boden aus Natursalz, dazu ein Sole-Vernebler, der feinste Salzwasser-Tröpfchen in die Luft bringt.
Verwandte Verfahren tragen eigene Namen: Speläotherapie für den Aufenthalt in natürlichen Stollen, Halotherapie für trockenes Salzaerosol aus einem Halogenerator. Alle werden wissenschaftlich untersucht, gesicherte Belege für eine Heilwirkung gibt es bisher kaum. Wir verstehen die Grotte deshalb als das, was sie sicher ist: ein Ort zum Durchatmen und Entspannen.
Zu Anwendung & WirkungSalzgrotte, Solestollen, Gradierwerk
Salzgrotte
Ein gebauter Raum aus Salz, mitten im Alltag erreichbar, so wie bei uns in Götzens.
Heilstollen
Natürliche Stollen und Höhlen, oft in ehemaligen Bergwerken.
Gradierwerk
Hohe Wände aus Reisig, über die Sole rieselt. Salzluft im Freien, bekannt aus Kurorten.
Salz hält sich rein. Wir helfen nach.
Salz ist ein unwirtlicher Ort für Keime. Verlassen wollen wir uns darauf nicht.
- Nach jedem Termin: Lüften und Pufferzeit, bevor die nächsten Gäste kommen
- Mehrmals täglich: Liegen und Kontaktflächen werden gereinigt
- Laufend: Der Salzboden wird gepflegt und aufgefüllt
